Freitag, 13. Juli 2012

DNG vs PEF

Ein Blog-Post auf Neunzehn72 zum Thema verlustbehaftete DNG Komprimierung in Lightroom hat mich neugierig gemacht. DNG ist ein Rohdatenformat der Firma Adobe, das sich als Standard für "digitale Negative" verstehen will und eine Alternative zu den proprietären Formate der Kamerahersteller darstellt. Die digitalen PENTAX SLRs konnten bis zur K-5 ihre Rohdaten sowohl im  herstellerspezifischen PEF-Format, als auch als DNG speichern. Die neueren Modelle wie K-30 und K-01 verstehen sich nur noch auf das Adobe-Format. DNG hat einige interessante Merkmale wie die Integration einer Checksumme sowie die Möglichkeit, Meta-Daten zu Entwicklungseinstellungen direkt im DNG zu speichern, was sonst über eine externe XMP Sidecar Datei erfolgen müsste.
Kurzerhand habe ich in Lightroom ein paar Bilder von PEF nach DNG konvertiert, und dabei auch die Option "Verlustreiche Komprimierung verwenden" genutzt.

Verlustbehaftes DNG vs PEF bei 4:1 Vergrößerung in LR
Das Einsparpotential ist enorm, die gewandelten Bilder sind nur noch ein Viertel so groß wie die PEFs. Was mich auch erstaunt hat: selbst ohne Komprimierung waren die DNGs ein wenig kleiner. Im Vergleich sehe ich zwar Unterschiede, ich kann aber nicht sagen, dass mir die verlustlose PEF Variante nun besser gefällt.

Die Kompression basiert auf den gleichen Verfahren wie JPEG, also unter anderem eine Wandlung auf 8 Bit pro Farbkanal statt bspw. der 14 Bit eines K5 RAWs. Dies ergibt Nachteile bei der Nachbearbeitung eines Bildes, besonders wenn viele Bearbeitungsschritte hintereinander ausgeführt werden besteht die Gefahr der Artefaktbildung. Oder anders formuliert: nach der Kompression haben wir kein RAW mehr. Eine sehr interessante Zusammenfassung mit allen Vor- und Nachteilen der "Lossy DNG compression" gibt es auf diesem Blogeintrag von Chromasoft nachzulesen.

Ich hab mich entschieden: DNG Ja. DNG mit Komprimierung aber Nein.

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