Dienstag, 20. Januar 2015

[NMZ] Besuch auf Melaten

Jetzt lebe ich schon so lange in und um Köln, und erst am letzten Sonntag habe ich erstmals Melaten besucht. Melaten ist der alte Kölner Zentralfriedhof an der Aachener Straße zwischen Lindenthal und Ehrenfeld. Ausschlaggebend für den Besuch jetzt waren Fotos, die ich im Pentaxians Forum bewundert habe. Diese stammen von einem Foren-Mitglied, der als Bestatter tätig, daher oft auf Melaten unterwegs ist und dabei ein besonderes Auge für Details beweist. Danke, Heiko!



In meinen zweistündigen Spaziergang hab ich nicht einmal ein Viertel des Geländes erkundigen können - und dabei sicher viele Details übersehen, die es hier an allen Ecken und Enden zu bestaunen gibt. Für Liebhaber von Statuen - insbesondere Engel in allen Größen und Ausführungen - ist Melaten sicher ein kleines Eldorado. Aufgrund der vielen alten Bäume ist auch das Lichtspiel sehr interessant, aber auch herausfordernd.



Mit dabei hatte ich meine alte K10D (meine K5IIs ist gerade in Reparatur) sowie meine drei "analogen" Objektive  FA 77,  FA 43 und FA 28-70. Dabei habe ich das kleine Tele am meisten eingesetzt, um Details einzufangen. Das nächste Mal (und das wird es sicher geben). darf es auch gerne eine längere Brennweite sein, um noch mehr Details herauszuarbeiten, zumal es selbstverständlich sein sollte, dass man für ein Foto nicht auf den Grabsteinen herumspaziert und daher ein wenig Abstand wahrt.



Überhaupt scheint Melaten ein Platz zu sein, der auch von vielen Spaziergängern besucht wird. Er erscheint mir sowohl ein Ort von Stille und Trauer, und zugleich voll Leben zu sein, ohne dabei laut zu wirken. Zumindest war auch die ein oder andere Familie mit Kinderwagen unterwegs, und die wirkten nicht deplatziert.



In der kurzen Zeit bin ich auch ein, zwei anderen Fotografen begegnet. Mir war am Anfang meines Besuchs noch nicht klar, wie ich mich hier beim Fotografieren (wohl-) fühlen werde. Aber vor Ort war es kein Problem, zumal ich ja nicht vorhatte, mich pietätlos zu verhalten und trauernde Menschen "abzuschießen". Ich denke, wenn man sich still und zurückhaltend bewegt und fotografiert, dabei Rücksicht auf andere Menschen in unmittelbarer Nähe nimmt und nicht auf Gräbern herumtrampelt, kann man hier mit gutem Gewissen auf Motivsuche gehen.



Bei der Auswahl der Fotos habe ich mich sehr schwer getan. Eigentlich schon zu viele Bilder für einen kurzen Blog-Post. Noch mehr habe ich hier im Pentaxians Forum eingestellt. Ich werde auf jeden Fall einmal wieder kommen, dann mit 200er Tele und hoffentlich reparierter K5IIs, um den hohen Kontrastumfang aufgrund der vielen Licht- und Schattenspiele besser bewältigen zu können. Und vielleicht begegne ich dann ja auch Heiko ;-)




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen