Freitag, 25. Dezember 2015

Vorhang auf, Bühne frei

Aufwachen, die Fotografie-Blog-Bühne ruft

Dieses Jahr habe ich spontan Lust auf der Fotografie-Blog-Bühne mitzumachen. Der Fotograf Michael Omori Kirchner bietet auf seiner Seite fotografr.de nun bereits im dritten Jahr eine Sammelstelle an, den eigenen Blog vorzustellen. Gute Idee für ihn und uns. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Angebot über Stefan Senfs letzten Blog Beitrag [Bloggen] Rückblick, Ausblick, das Übliche zum Jahreswechsel  - wobei mich das daran erinnert, dass mein Jahresrückblick nun auch langsam mal anstehen sollte.

OK, jetzt aber zur Sache bzw. Beantwortung der vorgegebenen Fragen. Wer noch mehr über meinen fotografischen Werdegang und meine Vorliebe zum Pentax System wissen möchte, kann ja auch mal auf die Über mich Seite schauen.

Ich blogge, weil ... es sonst keinen aktiven deutschsprachigen Blog mit Schwerpunkt Pentax gibt, zumindest scheint es mir so, wenn ich der Google Suche nach den Stichworten Pentax und Blog Glauben schenken mag. Nein, das ist natürlich nicht die ursprüngliche Motivation. Der Blog ist mein Hobby, weiter nichts, eine Art Tagebuch meiner fotografischen Aktivitäten, die ich öffentlich machen möchte. Das Schreiben macht mir Spaß, auch wenn es zumeist zu nächtlichen Unzeiten stattfinden muss, ist dafür aber ein wohltuender Ausgleich zum Alltag abseits von Familie und Arbeit. Und wenn dann noch der ein oder andere Mensch einen Mehrwert für sich daraus ziehen kann, ist das dann das i-Tüpfelchen.

Meine Fotos zeichnen sich aus durch … die Tatsache, dass sie nur mir persönlich gefallen müssen. Ja, sicher, da schwingt ein wenig Koketterie mit. Denn sicher ist jeder Mensch für Lob des eigenen Werks empfänglich, aber mir ist auch klar, dass ich kein außergewöhnlicher Fotograf bin. Dafür fehlen dann doch Talent und viel, viel Zeit. Ich bediene keine besonderen fotografischen Sujets, probiere immer mal wieder das ein oder andere aus. Aber in erster Linie dient mir die Fotografie dazu, mein privates Umfeld zu dokumentieren und Bilder zu schaffen, die meine Familie und ich uns gerne immer wieder anschauen.

Den größen Schritt in meiner fotografischen Entwicklung habe ich durch … das Studium einiger Fachbücher gemacht, so banal das klingen mag. Während ich in meiner Jugend eigentlich nur Point-and-Click betrieben habe, habe ich mich erst in den letzten Jahren mit dem Erwerb meiner ersten Pentax DSLRs mit den Grundlagen zu Technik und Gestaltungsregeln der Fotografie beschäftigt. Wenn ich in mein Bücherregal schaue, stehen dort noch die ersten beiden Bände von "Fotografieren lernen" vom Autorenpaar Cora und Georg Banek. Der zweite große Durchbruch kam mit der Nutzung von Lightroom für meine Bildorganisation und -bearbeitung. Auch wenn ich die Entwicklung bei Adobe kritisch sehe, möchte ich LR für mein Hobby nicht mehr missen wollen.  

Meine fotografischen Fähigkeiten möchte ich vor allem im Bereich … Menschenbilder weiter voranbringen. Obwohl das Porträtieren von Menschen in meinem privaten Umfeld meine fotografische Haupttätigkeit ist, und ich mich an diesen Fotos am meisten erfreuen kann, habe ich hier meine größten Defizite. Hier gilt es Taktiken gegen das Augen-Verdrehen und Schnute-Ziehen meiner Lieben zu erlernen, wenn ich mal wieder die Kamera im Anschlag habe. Hier muss ich definitiv an meiner Haltung arbeiten, um ein enspannteres, unverkrampftes Umfeld als Grundlage zum guten Foto zu schaffen.

Dieses fotografische Projekt werde ich im Jahr 2016 umsetzen: endlich mal ein paar Bilder an die Wand bringen und das Fotoarchiv aufräumen. Klingt trocken? Liegt mir aber lange schon auf dem Herzen. Seit Einführung von Lightroom vor vier Jahren habe ich alle meine neueren Fotos geordnet, bewertet und entwickelt, was ein riesiger Gewinn ist. Allerdings schlummern noch tausende von Bildern aus den "wilden" Jahren auf ihre Sichtung (inklusive Löschung). Und ich mache zu wenig aus meinen Bildern. Einmal im Jahr gibt es ein Fotobuch, was meiner Familie und mir sehr viel bedeutet, aber die Wände im Haus sind einfach zu nackt. Da muss mehr gehen. Ansonsten habe ich noch keine konkreten Projekte, vielmehr gute Vorsätze. 

Ob so ein Steckbrief jetzt der Vorstellung eines Blogs gerecht wird? Ich weiß es nicht, hab eher das Gefühl, dass nicht.  Aber egal, wer Lust hat sei einfach eingeladen ein wenig quer im Jahresarchiv zu lesen. Viel Spaß dabei.

1 Kommentar:

  1. Danke für die Blumen, Dirk!

    Im Übrigen kann ich alles was Du schreibst mal locker unterschreiben. Hast Du gut auf den Punkt gebracht!

    Lieben Gruß: Steff

    AntwortenLöschen