Samstag, 23. April 2016

Bin ich ein PEN oder OM-D Typ?

PEN versus OMD - Schönheit vor Nützlichkeit?

Nachdem ich zuletzt mit der Ricoh GR herumgespielt hatte, war erneut das Interesse an einer möglichst kompakten Immer-Dabei-Kamera mit tadelloser Bildqualität geweckt. Eigentlich deckt dieses Verlangen meine kleine Olympus OM-D E-M10 ganz gut ab, aber noch ein wenig kleiner wäre halt doch schick. Von Panasonic gibt es da die beiden GM Modelle, die GM1 hatte ich mir letztes Jahr mal angeschaut. Allerdings fehlt mir bei den Panasonic Minis das bewegliche Display und die Sensor-Bildstabilisierung.

Spaß mit dem Klappdisplay, welches an der E-PL7 noch flexibler ist als an der E-M10

Bei Olympus heißen die kleinsten Systemkameras PEN, und jetzt wollte ich es noch einmal genau wissen: bin ich ein PEN, oder doch eher ein OM-D Typ? Kurzentschlossen wurde der Verkaufserlös der GR in eine gebrauchte Olympus PEN E-PL7 reinvestiert. Die PEN ist im Grunde eine leicht geschrumpfte E-M10, ohne digitalen Sucher und ohne integrierten Blitz, dafür mit einem Selfie-Klapp-Display.

Von vorne sehen die Kameras ähnlich groß aus - und sie fühlen sich aus so an
Die Seitenansicht entlarvt den Größenvorteil der PEN durch den fehlenden Sucherbuckel
Die Bedienbarkeit der OM-D profitiert durch mehr Tasten und den zwei Einstellrädern

Die Tasten der E-M10 sind
größer und einfacher ertastbar als
die der E-PL7
Für mich war schnell klar, dass ich bei der OM-D bleiben werde. Die Bildqualität beider Kameras ist nahezu identisch, so entscheidet allein das Gehäuse. Die Größeneinsparung bei der PEN fällt nach meinem Geschmack deutlich geringer aus, als ich mir durch den virtuellen Größenvergleich erhofft hatte. Auch der Gewichtsvorteil ist kaum spürbar. Das Gehäuse wirkt im Vergleich einen Hauch wertiger, dafür leidet die Bedienbarkeit unter kleineren Druckknöpfen und vor allem dem fehlenden zweiten Einstellrad. Auch liegt sie meiner Meinung nach nicht so gut in der Hand wie die OM-D, welche insbesondere von der ausgeprägten Daumenauflage profitiert. Kurzum: für mich überwiegen klar die Vorteile der E-M10, Und bevor jetzt jemand nach der neuen PEN-F schreit: die ist wiederum ein Stückchen größer als der Vorgänger (dafür aber noch einmal bedeutend schnuckliger - und diesmal mit Sucher).

Ich möchte niemanden seine PEN schlecht schreiben, aber die Größe kann kaum ein Argument gegenüber der kleinsten OM-D sein. Beide passen gut in eine Jackentasche, aber definitiv nicht in eine Hosentasche. Allein den Style-Faktor und den Selfie-kompatiblen Klappmonitor mag ich als überzeugende Argumente nachvollziehen.

Die Suche geht weiter. Wäre ja auch langweilig, wenn ich jetzt zufrieden wäre. Aber für dieses Jahr dürfte ich durch sein, die nächsten kompakteren MFT Modelle könnten vielleicht zum Jahresende zur Photokina kommen? Mein Wunsch wäre eine Kamera in Größe der Panasonic Lumix GM1, dann aber mit beweglichen Display und Sensor-Stabilisierung, ein Sucher müsste zugunsten der Kompaktheit nicht sein. Träumen wird man ja wohl noch dürfen ...

Die Lumix GM1 ist meine Referenz, was Kompaktheit betrifft. In der Größe dürfte Olympus gerne
auch mal was veröffentlichen. 

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