Samstag, 24. September 2016

Besuch auf der Photokina 2016

Ruhe vor dem Sturm: kurz vor Einlass 

Anders als noch vor zwei Jahren hatte ich für meinem Besuch auf der Photokina in diesem Jahr keine großen Erwartungen. Dennoch war es wieder sehr spannend und interessant - aber aufgrund der vielen Reize und Eindrücke auch sehr anstrengend. Los ging es am Morgen am Stand von Ricoh, an dem ich mit einem sehr sympathischen PENTAX Repräsentanten zum Plausch verabredet war. Worum es genau ging, möchte ich jetzt noch nicht schreiben, aber da kann noch was im Laufe des Jahres passieren. Backstage gab es zur Begrüßung einen leckeren K-1 Punch (einen alkoholfreien Cocktail), und ich konnte sogar einen Blick auf den Firmenchef von Ricoh Imaging aus Japan erhaschen. Schöner Termin. Der Blick hinter die Kulissen hat viel Spaß gemacht.

Der Ricoh-Stand selber war in meinen Augen etwas weniger aufwendig gestaltet als vor zwei Jahren mit der großen Wasserinstallation. Im Mittelpunkt stand das Lifestyle Produkt Theta-S zur 360-Grad-Fotografie. Das ist aber nicht so mein Ding. Fotografisch bin ich weiterhin schön konservativ unterwegs, ich mag sogar noch optische Sucher und Spiegelschlag. Diese Vorliebe wurde mit einer eigenen "Insel" für die PENTAX K-1 bedient, dazu gab es viel Zubehör und Objektive zum Ausprobieren. Falls noch nicht vergriffen, möchte ich das ausgelegte PxP Magazin empfehlen. Es bewirbt in meinen Augen die K-1 sehr sympathisch, indem es ein paar Geschichten um die Kamera herum erzählt. 

Im Mittelpunkt: PENTAX K-1 und andere Technik zum Anfassen
Schwerpunkt auf dem Ricoh Stand: Theta S

Waren auf der letzten Kina noch die Action-Cams bei Ricoh noch hoch im Kurs, spielten sie diesmal nur in der zweiten Reihe, was mich ein wenig verwundert hat. Was den Messeauftritt insgesamt betrifft, könnte ich meine Eindrücke aus dem Bericht von vor zwei Jahren recyclen. Mich wundert, dass Ricoh die ansonsten so viel beworbenen Outdoor-Fähigkeiten ihrer (DSLR) Kameras nicht intensiver herausstellt. Im Vergleich zu den Mitbewerbern war der Ricoh Stand wieder der kleinste und in meinen Augen wenig spektakulärste. Oder positiv ausgedrückt: man bleibt sich treu :-)

Für den Vormittag hatte ich noch ein paar konkrete Anlaufziele im Vorfeld herausgesucht, so den koreanischen Objektiv-Hersteller Samyang. Ich hatte vorher noch nie real eine Samyang Linse in der Hand gehabt, geschweige denn getestet, und so war ich sehr positiv überrascht über das haptische Erlebnis. Zwar gab es nur wenige K-Mount Linsen zum Ausprobieren, aber die 85mm und 135mm Festbrennweiten durften meine K-01 (man beachte die 0) und mich nachhaltig beeindrucken. Die Marke behalte ich im Auge, falls ich doch noch auf die K-1 (ohne 0) umschwenken werde (wird vermutlich irgendwann passieren, das wird aber ein anderer Blog Post).

Die obligatorischen Besuche bei den Großen der Branche wie Canon, Nikon (Wow, kann AF schnell sein!), Sony und auch Olympus oder Fujifilm gingen diesmal relativ flott. Die Stände waren ziemlich vergleichbar mit den Aufbauten von vor zwei Jahren. Bei Nikon hat mich die AF-Geschwindigkeit des neuen APS-C-Flaggschiffs D-500 genauso beeindruckt, wie mich die Bedienung anfangs verwirrt hat. Aber einen eigenen Joystick zur AF-Punkt Auswahl will ich jetzt auch bei Pentax haben, schon cool. 

Trend-Thema: Fotografieren mit Drohnen (hier DJI Phantom 4)
Workshop am Stand von Profoto
Model in Action bei Fujifilm

In Sachen Unterhaltung und Präsentation haben sich in meinen Augen erneut Sony und Fujifilm positiv absetzen können, nicht nur wegen der engagiertesten Fotomodelle. Insgesamt war ich aber doch ein wenig überrascht von der Ausgestaltung der Messe insgesamt. Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass vom Veranstalter bei der Photokina neue Schwerpunkte gesetzt werden sollten, mehr "Event" und Erleben statt nüchterne Technik-Schau. In der Tat gab es einiges an Vorträgen und Ausstellungen, aber ich konnte jetzt keinen Unterschied zur vorherigen Messe feststellen. Allerdings sind einige Aktionen (wie bspw. die Actions Halle) erst ab Samstag geplant.

Um den Tag richtig ausklingen zu lassen, besuchte ich am Nachmittag noch den sehr amüsanten Vortrag Balancing Familiy and Photography While Traveling des US Fotografen David Hobby am Stand von Fujifilm. Im Grunde ein Plädoyer für das Motto "Weniger ist Mehr". Und das wäre auch meine Empfehlung für den Besuch der Photokina. Nicht zu viel Vornehmen, vielleicht einige wenige Ziele im Vorfeld herauspicken, dann den Tag genießen und ja nicht versuchen, alles sehen zu wollen.

Ganz hat Sony den Spiegel doch noch nicht verworfen
Amüsanter Abschluss mit David Hobby

Kommentare:

  1. Danke für das nebulöse den-Mund-wässrig-machen, was die nähere Zukunft von Ricoh / Pentax angeht. :-D Es gibt ja Spekulationen genug, die Du damit noch ein bisschen in meinem Kopf 'anfeuerst' ;-) und das wo Ricoh / Pentax auf der Kina doch so einen entspannten hypefreien Auftritt hingelegt hat (der allerdings logischerweise zu sehr wenig Presseecho geführt hat - was auf einer der wichtigsten Fotomessen auch nur begrenzt sinnvoll erscheint).


    Kurz und Knapp: wenn Pentax noch was plant, warum haben sie es dann nicht wenigstens geteasert?

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  2. Ich kann dir versichern, dass ich nicht weiss, was Ricoh/Pentax noch so plant. Ging eher um meine private Beziehung zu der Marke ...

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