Freitag, 15. Mai 2015

Aufnahmen mit Pentax DSLR unmittelbar in Lightroom übernehmen

EyeFi Center mit Upload Funktion
Ab und zu lese ich von Pentax-Usern, die es bedauern, dass in Lightroom für die Funktion Tethered Aufnahme keine Pentax Modelle implementiert sind Dabei vermute ich, dass es den meisten gar nicht mal um die Möglichkeit der Fernsteuerung am PC geht, sondern eher um einen komfortablen, unterbrechungsfreien Workflow, der die Aufnahme von der Kamera direkt zur Bearbeitung in Lightroom bringt, ohne erst den Inhalt der SD Karte durch einen manuellen Import auf die Festplatte des Rechners zu überspielen.

Die Lösung dafür ist ist die Nutzung einer WiFi SD-Karte mit automatischen Transfer des Fotos nach der Aufnahme in Zusammenspiel mit der Lightroom-Funktion Automatisch Importieren. Ich selbst verwende die Eye-Fi Pro X2 Karte. Wichtig ist es vor der Anschaffung zu prüfen, ob die WiFi Karte die automatische Datenübertragung in das lokale Netzwerk zu einer Client Applikation unterstützt - und nicht nur für Android oder Apfel-Mobilgeräte. Das scheint nämlich nicht selbstverständlich, wenn man mal nach alternativen Karten von Transcend oder Toshiba forscht. Und die WiFi Karte muss natürlich auch von der Kamera unterstützt werden, was aber für alle (einigermaßen) aktuelle Pentax Modelle gilt.

Einstellungen für automatischen Import in Lightroom
Bei Eye-Fi funktioniert der automatische Transfer über die Windows-Software Eye-Fi Center, die es erlaubt getrennt für JPEG und Raws den Upload mit frei wählbaren Zielverzeichnis zu aktivieren. Diese Verzeichnis wird dann zugleich in Lightroom als überwachter Ordner für den automatischen Import konfiguriert. Sobald die beiden Programme Ey-Fi Center und Lightroom gestartet sind und die Kamera ein einzelnes Foto im Rohdatenformat auf die eingelegte Eye-Fi SD-Karte speichert, kann dieses ca. 20 Sekunden später in Lightroom betrachtet und bearbeitet werden. Bei Serienaufnahmen dauert der Vorgang natürlich entsprechend länger, da der Transfer des einzelnen Raw-Fotos hintereinander über die Luftschnittstelle die meiste Zeit beansprucht.

Wer übrigens eine ältere Pentax Kamera (so bis zur K-5) besitzt und echtes Tethering haben will, also die Kamera über den PC steuern und auslösen will, und dabei auch nicht eine USB Kabelverbindung scheut, für den ist die freie Software PK_Tether die Lösung. Dabei kann auch hier ein eigenes Zielverzeichnis für die Fotos konfiguriert werden, welches als Auto-Import Ordner für die LR Überwachung dienen kann. Wie das genau funktioniert, habe ich schon mal in einem älteren Post zur AF Korrektur per Debug Mode und Fernsteuerung für die K-10D gezeigt. Leider wird PK_Tether scheinbar nicht mehr gepflegt; für meine K-5IIs und meine K-01 funktioniert die Anwendung nicht bzw. provoziert ein unangenehmes Dauerfeuer des Auslösers und Blinken der Anzeige.

Kommentare:


  1. Hallo, ich habe verschiedene Beiträge mit großem Interesse gelesen und finde auch die Videos recht gut verständlich mit einem detailliertem Anwenderwissen versehen von dem ich als Neuling hier sehr profitieren kann. Vielleicht kann man mir auch erklären, wie ein "tether shoot "mit meiner K-7 zu realisieren ist. Meist erkennt die Software die Kamera nicht oder lässt nur den Bilder Transfer von der SD-Karte zu.Sicherlich liegt es nur an einer Kleinigkeit der Kamera-PC-Konfiguration oder am Kabel. Selbst bei der Hotline Pentax konnte bisher keine Lösung gefunden werden.Über Ideeen Anregungen würde ich mich sehr freuen.

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    1. So eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig bzw nahezu unmöglich. OFfiziell gibt es ja auch kein Tethering, PK Tether war ja auch nur ein privates Projekt. Mangels K-7 kann ich das leider auch nicht nachstellen. Wenn aber der Foto-Transfer auf die Festplatte funktioniert, ist eigentlich schon alles gewonnen. Der Rest ist die korrekte Konfiguration des Auto-Import Ordners in Lightroom. In Lightroom selbst wir leider für die Pentax Kameras (zumindest mit K-Mount) kein echtes Tethering unterstützt.

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