Donnerstag, 21. September 2017

Nach dem Sommer

Abwechslungsreich - der Sommer in Südtirol

Wenn ich mir anschaue, wann ich zuletzt hier etwas auf dem Blog veröffentlicht habe, werde ich schon ein wenig traurig. Am Willen alleine mangelt es nicht, aber derzeit stehen einfach andere Themen im Vordergrund und die Freizeit ist endlich. Dabei habe ich so viele Ideen, worüber ich dieses Jahr noch schreiben könnte. Insbesondere im Sommer habe ich fleißig fotografiert und auch Hardware getestet. Ich setze mich jetzt einfach selber mit diesem Post ein wenig unter Druck und schaue mal, was in den nächsten Wochen so geht.

Porto di San Felice (Gardasee)

Was ich auf jeden Fall noch liefern will, sind zwei Erfahrungsberichte zu sehr unterschiedlichen Objektiven. Auf der einen Seite hatte ich in den Sommerferien die Gelegenheit von Ricoh erhalten, das aktuelle Weitwinkel-Zoom DFA 15-30mm f/2.8 zu testen. Da passte es gut, dass wir den Urlaub in Südtirol und am Gardasee verbracht haben, denn die Optik erscheint für Landschaftsfotografie prädestiniert. Die extremen Bildwinkel bei hoher Lichtstärke begeistern, kosten aber auch einiges an Platz in der Fototasche und Schweiß auf der Stirn ob des massigen Auftritts.

Eindrucksvolles Gespann: DFA 15-30mm an der K-1

Bereits seit dem Frühjahr begleitet mich ein PENTAX-M 20mm f/4, welches bis 1984 aufgelegt wurde und somit schon einige Jahrzehnte unterwegs ist. Von den Parametern ist das Objektiv also eine völlig andere Hausnummer als das DFA Zoom, aber dennoch habe ich es in den letzten Monaten ebenfalls sehr gerne für Landschaftsaufnahmen eingesetzt. Einige Ergebnisse habe ich bereits hier im Blog gezeigt, so in meinen Norwegen Bildern. Ich hab die Linse so sehr ins Herz geschlossen, dass ich demnächst hier im Blog für sie noch ein wenig mehr Werbung machen möchte. Und ein paar direkte Vergleichsbilder mit dem DFA 15-30mm Zoom bei 20mm schlummern auch noch auf meiner Festplatte ... genau so wie Fotos zu einem 28mm Shootout zusammen mit einem PENTAX-A 28mm f/2.8, dem hervorragenden DFA 28-105mm Allrounder-Reisezoom und - Achtung - einer Ricoh GR.

Malcesine am Gardasee gesehen durch das M 20mm

Und noch ein Thema will ich mir vor Jahreswende aus dem Kopf schreiben. Extra für den Urlaub habe ich mich mit diversen Fotorucksäcken beschäftigt und mir dann auch einen neuen für die Berge gekauft. Die Wahl fiel auf den Jack Wolfskin Photo Pack Pro, der meiner Idealvorstellung schon recht nah kommt. Warum und weshalb, und welche Wünsche noch offen bleiben, folgt dann hoffentlich auch noch in diesem Jahr hier auf dem Blog.

Mein neuer Fotorucksack im Realeinsatz bei Pfelders (Südtirol)

Das sollte als Programm bis zum Jahreswechsel eigentlich reichen. Ich hoffe schwer, dass ich bei meiner Rückschau auf 2017 dann nicht feststellen muss, dass jetzt dieser Beitrag hier mein letzter war. Drück mal bitte die Daumen! Aber wenn nicht, dann halt nicht. Ist ja alles nur Hobby ...

So mag ich es - entspanntes Fotografieren im Bergsturzgebiet Marocche di Dro um sechs Uhr früh

Freitag, 14. Juli 2017

[NMZ] Auf'm Dom mit der GR

Zutaten für einen "ausblickreichen" Ausflug mit Kollegen: GR, BW, Dom

Früher sagte man Betriebsausflug, heute heißt es Team-Event mit den lieben Kollegen. Da bringe ich sicher nicht meine DSLR Ausrüstung in Stellung. Stattdessen entscheide ich mich für die kompakte, ungemein unauffällige Ricoh GR, die selbst hinten in die Jeans-Tasche passt und völlig unbeschwertes Fotografieren ermöglicht. Zur GR schreibe ich jetzt nichts weiter, aber wenn Deine Neugier geweckt, möchte ich auf diesen liebevollen Artikel des bekannten Street-Fotografen Eric Kim verweisen: The Ricoh GRII: The Best Camera 2017.

Wo geht es hin? Ziel ist der Kölner Dom, genauer eine Domführung über den Dächern, welche spannende Ein- und Ausblicke von diesem imposanten Bauwerk verspricht (und hält). Jetzt geht es los, der Aufzug kommt. Die Kamera noch schnell auf den SW Modus umgestellt, und ab nach oben ...


Dienstag, 11. Juli 2017

Kreuzfahrt durch Norwegens Fjorde

Jeder Blick wie aus dem Bilderbuch - Einfahrt in den Eidfjord

Derzeit hab ich gar nicht so viel Lust zu schreiben. Der Sommer und die heißen Temperaturen dieser Tage fordern ihren Tribut. Viel lieber möchte ich nur einige Fotos von einer wunderbaren, aber viel zu kurzen Reise zeigen, und das mache ich auch gleich. Aber ganz ohne Text geht es eben doch nicht. Also ran an die Tasten - trotz 31 Grad unterm Dach ...

Ende Mai bin ich gestartet zu einer zehntägigen Schiffsreise. Es ging von Hamburg aus gen Norden, an der norwegischen Küste entlang und durch zahlreiche Fjorde, darunter der Trondheimfjord und der berühmte Geirangerfjord. Nicht mit Frau und Kindern, sondern in ganz besondere Konstellation, die es so seit über dreißig Jahren nicht mehr gab, nämlich mit meiner Mutter und meinem Bruder.

Das Skandivanische Kreuz in Norwegens Flagge
Für uns zu klein - ein Schiff der Hurtigruten Flotte

Unterwegs waren wir mit einem großen Kreuzfahrtschiff, und keinem Hurtigruten Postschiff, woran Du bei Norwegens Fjorde vielleicht zuerst denken magst. Diese Entscheidung war bewusst gefällt, denn auf der Reise sollte neben dem Besuch uns fremder Städte und dem Erleben einer faszinierenden Landschaft auch die Erholung und das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen.

Wenn Dir auf Reisen die Fotografie am Wichtigsten ist, würde ich von so einer organisierten Kreuzfahrt eher abraten. Dazu sind die Verweildauern an Land zu kurz und die Tageszeiten zu ungünstig. Oder anders ausgedrückt: Du bist in Deiner Fotografie was Ort und Zeit betrifft fremdbestimmt. Wir hatten zwar jeden Tag die Auswahl zwischen einer Vielzahl von Ausflügen, aber es ist eben dann auch nur einer möglich. Und mit Muße ist da auch nicht zu fotografieren, da Du ständig den Anschluss an die Gruppe halten musst. Bestes Beispiel war hier der Besuch des Wasserfalls Vøringfossen bei Eidfjord. Eigentlich ein wundervoller Ort, aber bei einer Besuchzeit von zwanzig Minuten absoluter Stress, will man das ein oder andere Foto machen. Klar, dass da keine fein ausgearbeiteten Langzeitbelichtung enstehen können.

Wanderung auf dem Berg Sukkertoppen mit Blick auf Ålesund
Viele kleine Inseln sind nur per Boot zu erreichen - Blick auf Lauvholmen

Am nächsten Tag wachst Du dann schon wieder woanders auf. Jeden Tag ein neuer Hafen, so dass Du schnell Schwierigkeiten hast, die Bilder der letzten Tage in Deinem Kopf zu sortieren und zu verorten. Glücklich, wer da zumindest die Bilder auf der Speicherkarte mit GPS Daten speichern kann. Hier hat das GPS-Modul der K-1 ganz vorzüglich funktioniert.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erlebte ich nie an Land, sondern immer auf dem Schiff. Dabei ist zu bedenken, dass in den skandinavischen Ländern im Frühjahr bzw. Sommer die Tage auch sehr lang sind. Auf unserer Reise ging die Sonne am Morgen gegen vier Uhr auf, und verabschiedete sich am Horizont erst so gegen elf Uhr abends. Dabei wird es auch in der Nacht nie so richtig dunkel. Auf dem Schiff zu sein, muss dabei nicht immer ein Nachteil darstellen, denn insbesondere die Fahrten durch die Fjorde bieten ständig neue Ausblicke auf die imposante Landschaft. Es bleibt die Beschränkung auf kurze Auslösezeiten und eher höheren ISO Werten, da sich der Einsatz eines Stativ beim Auf-Und-Ab der Wellen verbietet.

 Am Vøringsfoss Wasserfall - viel zu schade für nur 20 Minuten Aufenthalt
Typisch norwegisches Holzhaus bei Eidfjord 

Ich schreib immer gerne ein wenig zur eingesetzten Technik. Die meisten Fotos sind mit der K-1 zusammen mit dem vorzüglichen DFA 28-105mm Zoom entstanden. Ich bin immer noch ganz baff, was dieses Standard-Zoom zu leisten vermag, und das für relativ kleines Geld. Für mehr Weitwinkel hab ich das fast vierzig Jahre alte Pentax-M 20mm eingesetzt, was aufgrund seiner Kompaktheit immer in irgendeiner Tasche Platz findet. Um die Ferne heranzuholen, musste noch das DA* 200mm ran. Fürs Schlendern ohne DSLR gab es noch die Ricoh GR mit (umgerechnet) 28mm Festbrennweite.

Tatsächlich habe ich die Ausrüstung für genau diese Reise so extra in den letzten Monaten zusammengetragen. Norwegens Fjorde mussten bereits im Dezember als Ausrede für den Kauf der PENTAX K-1 und der Neuausrichtung meiner Ausrüstung herhalten. Klar ist, dass es das nicht gebraucht hätte, nicht für meine üblichen Print-Größen und erst recht nicht für die Darstellung am Monitor. Aber die Kamera macht als Werkzeug einfach mächtig Spaß. Demut wird dann bei der Post-Produktion am Rechner abverlangt, denn meine Kombination aus PC und Lightroom erreicht bei den 36-Megapixel Raws der K-1 die Grenzen des Erträglichen ("Daten werden geladen").

Jetzt ist doch wieder einiges an Text zusammengekommen, die übrigen Bilder dürfen übernehmen ...

Blick auf Bergen vom Fløyen - wer die 400 Höhenmeter nicht laufen mag, nimmt die Standseilbahn 
Trolle begegnen einem überall, hier am Fløyen (Bergen)
Norwegens Reichtum begründet sich auf Öl
Die Schneeschmelze im Mai lässt die Bäche und Wasserfälle ansteigen
Verweilen am Ångelsvatnet See bei einer Tageswanderung über das Flo Gebirge 
Blick hinab zum Geirangerfjord - am Ufer wartet bereits unser Kreuzfahrtschiff
Bei den sieben Schwestern am Geirangerfjord 
Über den Wolken - Der Stigfossen Wasserfall am Trollstigen, einer der spektakulärsten Gebirgspässe in Norwegen
Stigfossbrua - imposante Brücke am  Stigfossen mit garantierter Dusche
Blick vom Schiffsdeck bei der Abfahrt von Åndalsnes (Trollstigen)
Moderne Architektur des Romsdalmuseum im beschaulichen Molde
Nidarosdom in Trondheim, das "Herz Norwegens" und Krönungsstätte norwegischer Könige
Wasserfall mit Regenbogen - Blick hinab ins Tal am Vøringsfoss (Eidjford)
Den Aussichtspunkt immer dabei - Vom Schiffsdeck Einblicke in die Altstadt von Stavanger
Highlight einer jeden Norwegen Reise - der Aufstieg zum  Preikestolen (Stavanger)
Selfie mit der Ricoh GR am  Preikestolen: erschöpft, hungrig, nass - und glücklich 

Mittwoch, 24. Mai 2017

[NMZ] Grüße aus Vietnam

Quirliges Stadtleben in einer vietnamesischen Kleinstadt

Seit einigen Jahren bin ich sehr diszipliniert, was den Import und die Organisation meiner Fotos betrifft. Ich lösche konsequent, bewerte die Fotos mit einem  Fünf-Sterne-System und verorte sie in Verzeichnissen nach Datum und Thema. Das mache ich eigentlich so, seit dem ich Lightroom (ab Version 3) für meine Bildverwaltung und -entwicklung nutze. Und spätestens zum Jahresende, wenn die Produktion von gedruckten Fotos ansteht (zumeist in Fotobüchern), zahlt sich die Arbeit auch aus. Das war aber nicht immer so. Auf meinen Datenspeichern schlummern immer noch viele, viele tausend Fotos der Vergangenheit, die auf Sichtung und Bearbeitung hoffen.

Zumindest ein Satz von Bildern hab ich mir endlich vorgenommen, nämlich Urlaubsbilder aus 2006 von einer Reise durch Vietnam mit meiner Frau, die in Hanoi im Norden ihren Anfang nahm, uns in den Süden bis Saigon und zum Mekong-Delta führte, und dann mit einem Besuch in Hongkong endete (was natürlich nicht mehr in Vietnam liegt). Das war unsere letzte Fernreise, bevor die Kinder Einzug in unser Leben nahmen. Die Fotos entstanden damals mit meiner ersten ernstzunehmenden Digitalkamera, einer Minolta Dimage A1 mit satten 5 Megapixel Auflösung. Dieser Kamera hatte ich bereits 2014 einen eigenen Blog Beitrag mit dem stimmungsvollen Titel "Blick in die Vergangenheit" gewidmet.

Damals fotografierte ich noch ausschließlich im JPEG Format, obwohl die A1 bereits Raw anbot. Damals war ich aber noch nicht so weit, die Vorteile des Rohdaten-Formats für mich zu erkennen. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, die Fotos, die ich hier zeigen möchte, noch einmal in Lightroom mit einem Preset zu bearbeiten. Zum Einsatz kam das Classic K14 Preset von André Duhme, welches den berühmten analogen Kodachrome Umkehrfilm simuliert.

Eine Auswahl von 16 Fotos möchte ich jetzt "nur mal zeigen" (NMZ) ...